Station 1: Teufelssteine (1a)

Die an der Osnabrücker Peripherie gelegenen Teufelssteine liegen trotz ihrer durch Industriegebiete geprägten Umgebung reizvoll auf einer kieferngesäumten Lichtung. Ihre alternative Bezeichnung als Lehzensteine geht auf ein 1822 an den Konsistorialdirekor Lehzen gemachtes Geschenk zurück. Das Grab mit einer Kammergröße von 12 x 2 m Länge und sechs Jochen ist weitgehend gut erhalten. Lediglich ein Trag- und ein Deckstein sind als Verlust zu verzeichnen. Der umgebende Steinkranz ist unvollständig.

Station 1: Gretescher Steine (1b)

Straße der Megalithkultur

Das in der Vergangenheit als Hermannsteine oder "Dicke Steine" titulierte Grab wird heute meist nach seinem Standort Osnabrück-Gretesch benannt. Seine thronende Stellung am Hochufer des Belmer Baches und seine malerische Gestalt prägten den Ruf als eines der herausragenden archäologischen Zeugnisse des Osnabrücker Landes. Die Trag- und Decksteine der Grabkammer sind weitgehend erhalten, lediglich die Steine der nordöstlichen Schmalseite in Hanglage sind verloren gegangen. Eine Umfassung hat es vielleicht nie gegeben.

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Station 2: Großsteingrab Jeggen

Straße der Megalithkultur - Station 2

Das südlich des Dorfes Jeggen gelegene Grab ist bereits in der grafischen Kunst des 19. Jahrhunderts festgehalten worden. Der mit Eichen bewachsene Ort, der von weiten Ackerflächen umgeben wird, bietet auch noch heute reizvolle Fotomotive.

Aus der bemerkenswert großen Grabkammer von 17 x 3 m Länge wachsen heute urtümliche Baumriesen. Der Erhaltungszustand darf als gut bezeichnet werden, wenngleich einige Steine Spuren von Sprengversuchen aufweisen.

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Station 3: Driehauser Steine (3a)

Das Großsteingrab liegt inmitten von Feldern südwestlich von Schwagstorf. Durch seine abseitige Lage und schlechte Erschließung steht es ein wenig zu Unrecht im Schatten der nicht weit entfernten Darpvenner Steine. Dabei weisen zwei der Decksteine auffällige Näpfchenbohrungen auf, denen eine rituelle Bedeutung im bronzezeitlichen Totenkult zuzusprechen ist. Die Grabkammer selbst, die sich zu den Enden hin verjüngt, ist mit ihren elf Jochen gut erhalten.

Station 3: Darpvenner Steine (3b-d)

Straße der Megalithkultur

Bei den Darpvenner Steinen handelt es sich um drei benachbarte Megalithgräber, die sich links und rechts der von Schwagstorf am Fuße des Wiehengebirges verlaufenden Landstraße verorten lassen. Bereits 1807 wurden bei Grabungen an dieser Stelle reiche Funde in Form von Tongefäßen, Steinbeilen und Pfeilspitzen geborgen.

Die optisch beeindruckendste Anlage liegt nördlich der Straße. Von der Grabkammer sind sechs der ehemals zehn Decksteine erhalten. Die Umfassung weist einige Lücken auf. Südlich der Straße liegen auf einer kleinen Anhöhe die Gräber II und III in nur wenigen Metern Entfernung. Die baumumstandenen Grabkammern sind kleiner als Grab I. Vor allem Grab III zeigt dabei mit überwiegend intakten Trag- und Decksteinen einen recht guten Erhaltungszustand.

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Station 4: Süntelstein (4a)

Tief in den Wäldern nördlich der Ortschaft Vehrte steht ein gewaltiger Monolith von nahezu 4 m Höhe. Der weit über die Grenzen des Osnabrücker Landes bekannte Süntelstein ist ein aufrecht gestellter Granitblock, der in der jüngeren Steinzeit kultischen Zwecken gedient haben dürfte. Er erinnert an die z. B. in der Bretagne häufig anzutreffenden Menhire. Ungesichert ist die Existenz eines ihn umgebenden Steinkranzes und weiterer nahegelegener Megalithbauten.

Die Sage vom Süntelstein nach J. Sudendorf (1853):

Als die erste Kirche zu Venne gebaut wurde, da hauste noch der Teufel im Vehrter Bruche jenseits des Berges, wo der Teigtrog und der Backofen desselben bis auf den heutigen Tag zu sehen sind. Dem mißfiel sehr dies heilige Werk des Kirchenbaues. Um die Thür der Kirche zu sperren, holte er um die Mitternachtsstunde einen großen Granitblock, band eine dicke Kette kreuzweise herum und begann dann auf seinem Rücken ihn berganwärts zu schleppen. Der Stein war aber so schwer, dass trotz seiner riesigen Stärke ihm doch recht höllisch heiß wurde. Manchmal blieb er stehen, um zu verschnaufen.

Die Zeit verstrich inzwischen bis zum Grauen des Morgens. In dem Augenblicke, als er gerade oben am Berge ankam, schoss von Osten zu ihm herüber der erste Strahl der aufgehenden Sonne und ein wachsamer Hahn krähte vom Venner Thale herauf seinen Morgengruß. Da ging das nächtliche Walten des Teufels zu Ende. Wüthend erfasste er den Stein am Kopfe und stieß ihn mit aller Kraft in den harten Boden des Berges.

Seitdem hat der Teufel die Gegend verlassen. Der Stein steht noch auf derselben Stelle, wo er in die Erde gestampft wurde; aber von dem gewaltigen Stoße hat er da, wo die Kette ihn umschloss, in der Mitte und von oben nach unten zwei durchgehende Risse bekommen. Auch sind die Spuren der Kette an den äußeren Rändern dieser Risse noch sichtbar, und an der nach Venne gekehrten Seite des Steins sieht man deutlich die Eindrücke von dem Körper des Teufels; denn die höllische Hitze seines Leibes hat den Granit geschmolzen, wo er ihn berührte.

Seit jener Zeit dreht sich der Stein jeden Morgen zum ersten Strahle der aufgehenden Sonne drei Mal um seine Achse, und zum ewigen Gedächtnisse der Rettung der Venner Kirche durch die Sonne, welche das nächtliche Walten des Bösen vernichtet, wird er noch jetzt der Süntelstein genannt.

Station 4: Teufels Backtrog und Teufels Backofen (4b+c)

Straße der Megalithkultur

Die nahe beieinander liegenden Gräber in einem Mischwald bei Vehrte regten die Fantasie der Menschen derart an, dass man sie als Teufelswerk mit entsprechenden Namen belegte. Beide Gräber zeigen keine Spuren einer Umfassung. Am Backtrog sollen um 1920 allerdings noch Reste einer solchen erkennbar gewesen sein. Die Kammern der Gräber weisen mit 6 m Länge nur geringe Dimensionen auf, wobei der Backofen als das besser erhaltene gelten darf.

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Station 5: Helmichsteine (5)

HelmichteineDas Großsteingrab liegt auf einer Hügelkuppe am Rande der Ortschaft Rulle und trägt seinen Namen nach einem ehemaligen Eigentümer des Grundstückes Helmich zu Rulle. Das stark zerstörte Monument ist in seiner ursprünglichen Ausdehnung nicht präzise fassbar, dürfte aber mindestens 15 m in der Kammer gemessen haben. Fehlstellen sind in jüngster Zeit durch Metallnachbildungen ergänzt worden. Die Umgebung des Grabes ist parkähnlich umgestaltet und mit Informationstafeln versehen worden.

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